Foresight-Manager
Wissenschaftliche und für die Praxis relevante Erkenntnisse über zukünftige Entwicklungen können nur durch eine globale Analyse von Ereignissen und Trends erlangt werden. Dabei wird die Qualität der erstellten Zukunftsszenarien durch das Wissen und die Kreativität von Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Wissenszugängen erhöht. Übertragen auf Unternehmen bedeutet dies, dass sich nicht nur unternehmensinterne Experten einer internen Foresight-Abteilung, sondern Wissensträger aus vielen unterschiedlichen Bereichen an einer gemeinsamen Zukunftsforschung beteiligen sollten.
Durch die Entwicklung kooperativer Methoden erhöht sich die Aussagekraft der Zukunftsforschung. Der Einbezug von verschiedenen Parteien und Stakeholdern erhöht weiterhin die Qualität der Input-Daten für die Trend- und Szenarioanalyse. ITONICS hat mit dem Szenario-Manager ein onlinebasiertes Softwaresystem entwickelt, das kooperative Szenarioprojekte ermöglicht. Folgende Aktivitäten der Zukunftsforschung werden durch den Szenario-Manager unterstützt:
- Projektmanagement mit Aufgaben, Rechten und Rollen
- Situations- und Anforderungsgestützte Methodenauswahl
- Explorative Szenariokonstruktion
- Dokumentenablage und -austausch
- Gemeinsame Quellendatenbank
- Projektübergreifende Faktorendatenbank
- Visuelle Analyse der Ergebnisse
- Export der (Zwischen-)Ergebnisse in diverse Formate zur Weiterverarbeitung im Szenariowriting
In der Konsistenzanalyse unterstützt der ITONICS Foresight-Manager eine zeit- und ortsunabhängige, kooperative paarweise Bewertung der ausgewählten Projektionen. Die von unterschiedlichen Projektmitgliedern individuell erfassten Konsistenzwerte werden durch einen Algorithmus vorkonsolidiert und können dann durch den Projektleiter finalisiert werden. Eventueller Diskussionsbedarf wird durch den Szenario-Manager visualisuert: Werte mit hohen Diskrepanzen werden farblich markiert.
Nach Finalisierung der eingegebenen Konsistenzwerte berechnet ein parametrisierbarer Algorithmus konsistente Szenarien. Die ausgegebene Rohszenarien können nun mithilfe eines Clusteralgorithmus gruppiert und in 2D- und 3D-Diagrammen visualisiert werden. Auf diese Art und Weise ist eine visuell unterstützte Szenarioauswahl möglich, die schließlich im morphologischen Kasten abgebildet werden. Auf dieser Basis erfolgt die Szenarioanalyse.
