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Eichhörnchen, Tüftler oder Fuchs – Welcher Sicherheitstyp bist du?

Urlaubszeit ist Einbruchszeit, soweit, so schlecht. Den Einbrechern einen Schritt voraus zu sein und sein Hab und Gut zu sichern, so gut es geht, steht bei den meisten daher vor dem Ferienspaß. Das Customer Insights Team von ITONICS wollte wissen, inwieweit die sogenannten Digital Natives ihr Zuhause und ihr Gepäck sichern und hat nebenbei jede Menge nützliche und lustige Tipps mit ITONICS Crowd gesammelt.

Wieso macht ITONICS das? ITONICS unterstützt als Spezialist für Innovationsmanagement, Unternehmen dabei attraktive Innovationsfelder zu identifizieren und dabei spielen Customer Insights eine wichtige Rolle. Hier hat ITONICS die kollektive Intelligenz von 500 Personen via Crowdsourcing angezapft. Damit kann man nicht nur Customer Insights erheben, sondern auch geradezu rasend schnell Konzepte testen oder Trends und Bedürfnisse erspüren.

Zurück zum Schutz gegen Langfinger. Wo das meiste zu holen ist, ist die Kreativität am größten: 60% der Antworten beschäftigen sich mit der Sicherung der eigenen vier Wände. 40% der Befragten haben Tipps und Tricks am Start, mit welchen sie ihr Hab und Gut am Urlaubsort sicher verwahren.

Und zu welchem Typ gehörst Du?

Typ Traditionalist

Der Traditionalist vertraut im Wesentlichen auf Rezepte, die schon unsere Eltern kannten: Nachbarn, Freunde und Bekannte werden eingespannt, um regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Die Türen sichert der Traditionalist mit schweren Schlössern und Riegeln. Sein papiernes Zeitungsabo lässt er pausieren, Bauchtaschen und Gürtel sind mit im Gepäck für die Sicherung der Wertsachen am Urlaubsort.

Typ Eichhörnchen

Das Eichhörnchen steht dem Traditionalisten nahe und ist ein Spezialist im Verstecken. Die Wertsachen werden möglichst weit gestreut, damit der Einbrecher so wenig wie möglich, wenn überhaupt etwas, findet. Die Kreativität des Eichhörnchens ist bemerkenswert: Schmuckstücke landen im Tiefkühler, Kreditkarten werden in Windeln gewickelt – wer würde da freiwillig suchen? – in alte Socken gestopft (dito) und natürlich auf diverse Schachteln, leere Verpackungen, Dosen und Töpfe verteilt. Nach der Ankunft im Hotel, beginnt auch dort ein reges Versteckspiel: Ritzen unter den Schränken und Spalten am Boden ersetzen oder ergänzen den Zimmersafe. Bleibt zu hoffen, dass sich das fleißige Eichhörnchen alle Quartiere gut merkt!

Typ Tüftler

Der Tüftler ist quasi das fortgeschrittene Eichhörnchen: Er nutzt nicht nur vorhandene Verstecke, sondern schafft diese neu: Vor der Abreise werden tatsächlich Vasen mit doppeltem Boden versehen oder Geheimfächer in die Lieblingsjeans eingenäht. Motto: Es gibt immer was zu tun.

Ein besonders einfallsreicher Tüftler sorgte sich auch um die Gesundheit, falls während der Abwesenheit mal das Eisfach auftaut: Er friert ein Wasserglas ein und legt eine Münze auf das gefrorene Wasser. Liegt die Münze nach der Rückkehr im Glas, weiß er, dass Pizza und Co in den Abfall gehören, weil der Strom mal ausgefallen war.

Der Tüftler vertraut auch auf die Erfindungen anderer: Beliebt zum Schutz der Kreditkarten sind zum Beispiel safecard sleeves, die verhindern, dass die Karten aus dem Portemonnaie heraus ausgelesen werden können.

Typ Sherlock

Während der Tüftler nur sein Hab und Gut schützen will, geht Typ Sherlock einen Schritt weiter: Er will wissen, wer ihn beklaut und verwendet fortgeschrittene Technik: Aus alten Handys werden selbstgebastelte Alarmanlagen, Koffer werden mit einem Bewegungsmelder und einer selbstauslösenden Kamera gesichert: Wenn der Dieb trotzdem zuschlägt, dann gibt es gleich ein Fahndungsfoto.

Typ Fuchs

Wer zuletzt lacht, lacht am besten, denkt sich der Fuchs und verdirbt dem Einbrecher den ganzen Spaß an der Beute. Ein Umfrageteilnehmer verrät uns wie:

„Da ich viele Kreditkarten habe und viel im Ausland unterwegs bin, habe ich auf jede Kreditkarte mit einem Permanent Marker die falsche PIN relativ unleserlich hinten drauf geschrieben. Ich erhoffe mir dadurch, dass bei einem Diebstahl der Täter annimmt, dass es die richtige PIN ist und diese selbst mehrmals falsch eingibt, damit die Karte gesperrt wird. Daher schreibe ich sie unleserlich drauf.“ Der Fuchs

Typ Digital Native

Am Ende der Skala steht der Digital Native, der auch im Urlaub voll auf webgestützte Technik setzt. In der ITONICS Crowd-Studie macht er bisher 13,6 % aus und fragt direkt in der Umfrage nach neuen Modellen, die per App das Leben sicherer machen. Einer der Tipps: wichtige Dokumente einfach scannen und in der Cloud speichern.
Die wahrscheinlich wachsende Zielgruppe wünscht sich einfache und kreative Lösungen, am liebsten über das Smartphone. Die bisherigen Antworten legen nahe, dass diese Teilnehmer selbst Kenntnisse in der Programmierung haben. In der Zukunft sehen wir hier einen Markt für Anwendungen, die auch die breite Masse erreichen und für den Laien ebenso verständlich sind, wie die Sicherung der Haustüre.

Hier die besten Ideen unserer Umfrage-Teilnehmer:

Wer ein Armband oder eine Uhr mit Smart Wear benutzt, kann einen Alarm auslösen lassen, sobald sich Handy und Wearable zu weit voneinander entfernen. Dann muss er/sie allerdings ganz altmodisch und analog hinterherflitzen.

Ein anderer Umfrageteilnehmer programmiert die Alarmanlage seines Wohnmobils gleich mittels Fingerabdruckscanner auf den eigenen Daumen. Die Anlage überwacht alle Türen und sendet im Falle eines Diebstahls den genauen Standort per GPS ans Handy.

Ein Musikfan hat sich für seine Lieblingskopfhörer diesen Schutz ausgedacht:

„Ich habe meine Bluetooth-Kopfhörer dauerhaft mit meinem Handy verbunden. Entfernen sich beide Geräte mehr als 50m voneinander, während Bluetooth aktiviert ist, so wird über Google der Standort meines Mobilgeräts permanent getrackt und jede halbe Stunde per E-Mail an mich gesendet. Zudem ertönt ein Warnton, wenn sich das Handy aus dem Empfangsbereich der Kopfhörer entfernt. Im Idealfall kann ich so den Diebstahl meines Handys verhindern, bzw. schließlich den Dieb lokalisieren und meine Daten auf dem Gerät sperren.“

Wer allerdings nicht eigenhändig zu solchen Programmierleistungen in der Lage ist, der muss zur Zeit noch zum Eichhörnchen werden. Doch sicher nicht mehr lange, denn unsere Customer-Insights-Studie zeigt, dass es ein wachsendes Bedürfnis nach digitalen Sicherheitslösungen gibt. ITONICS’ Tipps für Innovationsteams von Unternehmen: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Videoüberwachungs-App für Zuhause für den modernen Sherlock? Hotelzimmern, in denen sich das Eichhörnchen und der Traditionalist ihren Safe auf den eigenen Fingerabdruck programmieren können oder wir live am Handy sehen, wann ein ungebetener Gast unser Zimmer betritt?

Wie man mit Hilfe von ITONICS Crowd zu innovativen Produkten, Services oder Geschäftsmodellen kommt, erzählt euch das ITONICS Team gerne!