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Neue Norm ISO 50501 soll Innovationen fördern

Gerade wir Deutschen sind es gewohnt, dass alles zertifiziert, getestet, besiegelt und geprüft ist, vom Smoothie aus dem Supermarkt bis zum Sportschuh und erst Recht bei allem, was mit Technik zu tun hat. Wussten Sie, dass es selbst für Briefformen eine DIN-Norm gibt (DIN 5008)? Beim Thema Innovationsmanagement dagegen ist mancherorts noch das kreative Chaos die Regel. Aber: Experten aus 47 Ländern wollen das ab Anfang 2018 ändern. ISO 50501 heißt das Zauberwort. ITONICS, Vorreiter in Sachen Innovationsmanagement, begrüßt diese Entwicklung und erklärt kurz, worum es geht.

Was ist ISO 50501?

The International Organization of Standards (www.iso.org) ist eine unabhängige internationale Organisation mit dem Ziel, Anforderungen, Vorgaben, Leitlinien oder Verhaltensweisen festzulegen, um gleichbleibendes Wissen und ein gemeinsames Verständnis für berufliche Prozesse zu erreichen. Aktuell ist ISO in über 160 Ländern vertreten.

Die Richtlinie ISO 50501 bezieht sich auf das Thema Innovationsmanagement und soll Anfang 2018 einsatzbereit sein und so weltweit den ersten gemeinsamen Standard für Innovationsprozesse beschreiben. Darüber haben Experten aus 47 Ländern mehrere Jahre gebrütet. Sie wollen Unternehmen Tools an die Hand geben, die Innovationsmanagement verbindlich abbilden können.

Was steckt dahinter?

Hakan Ozon, einer der ISO-Experten, beschreibt die provisorischen Prinzipien von ISO 50501 folgendermaßen*:

Die Prinzipien bilden den Kern der Norm. Sie sind so angelegt, dass eine Organisation, die (aus Sicht der Norm) als innovativ eingestuft werden will, diese Prinzipien (zumindest teilweise) erfüllen muss. Die Prinzipien des Innovationsmanagements beschreiben, was eine innovative Organisation ausmacht und sind hauptsächlich als Richtlinien für Verbesserungen gedacht. Ich gebe Ihnen hier einen kurzen Einblick in die Prinzipien, muss Sie aber darauf hinweisen, dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind und dies vielleicht nicht das Endergebnis darstellt.

  1. Realization of value
  2. Future-focused leaders
  3. Purposeful direction
  4. Innovation culture
  5. Exploitable insights
  6. Mastering uncertainty
  7. Adaptability

Wozu ist das gut und für wen?

ISO 50501 soll sich an private und öffentliche Unternehmen sowie an NGOs jeglicher Größe richten und diese Innovationsbereiche abdecken:

  • Marketplace Innovation
  • Value Chain Innovation
  • Process Improvement Innovation
  • Organizational Culture Innovation
  • Product/Service Innovation
  • Social Innovation

Das ehrgeizige Ziel der ISO-Experten ist es also, einen Innovationsturbo zu kreieren, damit Innovationsmanagement in Zukunft in einer Sprache und mit einem einheitlichen Standard funktioniert.

Wir von ITONICS verwenden schon lange standardisierte Prozesse und überlassen Innovationsmanagement weder dem Zufall noch dem Chaos und das mit unseren weltweiten Partnern und Kunden. Daher begrüßen wir diese notwendige allgemeine Professionalisierung durch ISO 50501 und sind bei Fragen und Anregungen zum Thema gerne für Sie da!

 

*http://hakanozan.net/2016/iso-technical-committee-on-innovation-management-systems/